Integration geht uns alle an

Diskussion mit Aydan Özoguz, Farhad Dilmaghani und Swen Schulz

Zukunftsdialog Integration. Swen Schulz begrüßt TeilnehmerInnen und Aydan Özoguz

Zukunftsdialog Integration, Farhad Dilmaghani, Swen Schulz, Aydan Özoguz

Zukunftsdialog mit Aydan Özoguz und Swen Schulz. Vor der Veranstaltung



Es gibt viele solcher Lebensläufe: Schülerinnen und Schüler, die eigentlich auf die Hauptschule geschickt werden sollten, wäre da nicht die umsichtige Fachlehrerin, der Nachbaroder die Mutter des Freundes gewesen. Heute sind sie Anwälte, Ärzte oder Ingenieure. Viele der Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Diskussionsrunde „Integration geht uns alle an“, zu der Swen Schulz ins Kulturzentrum Staaken eingeladen hat, kennen das. Allein auf Grund ihrer Abstammung, ihres Elternhauses, unterstellte man ihnen einen höheren Bildungsabschluss nicht zu schaffen. Und auch danach beginnt nicht selten ein so genanntes „Paternoster-Dasein“: Trotz des guten Berufs- oder Studienabschlusses sind junge Menschen mit einem Migrationshintergrund bei der Jobsuche benachteiligt, der Fahrstuhl geht immer wieder nach unten.

Gleichwohl: Bildung ist der Schlüssel zur Integration, sagt Aydan Özoguz, stellvertretende Parteivorsitzende der SPD und Integrationsbeauftragte der SPD-Bundestagsfraktion. Jährlich verlassen noch immer ca. 65.000 Jugendliche die Schule ohne Abschluss. Auch scheitert noch immer jede/r Dritte im sogenannten Übergangssystem, welches Jugendliche zur Ausbildungsreife führen soll. Die SPD fordert daher eine bessere Berufsvorbereitung in den Schulen, einen weiteren Ausbau des Ganztagsschulprogrammes sowie eine Überarbeitung des sogenannten Übergangssystems.

Letztlich, so Swen Schulz, brauchen die jungen Menschen Anerkennung und Perspektiven. Integration gelingt da, wo faire Chancen auf Teilhabe an der Gesellschaft, auf Bildung und Arbeit bestehen und diese dann auch genutzt werden.



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