Bund fördert Berliner Kultur

26.November 2020

Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat in seiner Bereinigungssitzung zusätzliche Mittel für die Hauptstadtkultur beschlossen. Darauf weist der Berliner Haushaltsexperte Swen Schulz (SPD) hin.

„Dem Bund ist Kultur, Erinnern und Bewahren wichtig – insbesondere in der Hauptstadt“, sagt Swen Schulz. „Als Bildungspolitiker freue ich mich besonders über die Mittel von über 42 Millionen Euro für die Urania. Sie soll erweitert werden zum nationalen Bürgerforum für Demokratie und Vielfalt, Wissenschaft und Umwelt.“

Dem Mehrbedarf des Bauhaus-Archivs wird mit 14 Millionen Euro Rechnung getragen und das Haus der Kulturen der Welt erhält zusätzlich über zwei Millionen Euro für die dritte Teilinstandsetzung. Auch wird der Beitrag an die Stiftung Preußischer Kulturbesitz für das Sonderprogramm Bauunterhaltung um über fünf Millionen auf fast 160 Millionen Euro erhöht.

Mit weiteren hohen Beträgen bezuschusst der Bund zudem das House of Jazz mit über 13 Millionen Euro, das Kino International mit über vier Millionen Euro, die Halle Tanzbühne in Prenzlauer Berg mit einer Million Euro. Im Rahmen der Filmförderung erhält das Arsenal – Institut für Film- und Videokunst e.V. zusätzlich 600.000 Euro.

Auch im Rahmen der Erinnerungskultur wurden die Mittel nochmals erhöht. Der Aufarbeitung des Kolonialen Erbes wird mit 750.000 Euro für das Global Village Rechung getragen. Ein Kunstwerk soll künftig die beiden Gebäudeinheiten verbinden. Die Stiftung Flucht, Vertreibung und Versöhnung erhält über eine Million Euro mehr, auch die Stiftung zur Aufarbeitung der SED Diktatur zusätzlich 400.000 Euro für ein Zeitzeugenprogramm und die Gedenkstätte Deutscher Widerstand erhält zusätzliche Mittel von ebenfalls bis zu 400.000 Euro für die Digitalisierung und digitale Vermittlung. Hinzu kommen Mittel für Forschungsarbeiten zum Gedenkort Keibelstraße und für die Union der Opferverbände kommunistischer Gewaltherrschaft (je 150.000 Euro).

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