Bundesförderung für Berliner Kultur und Denkmalschutz deutlich erhöht!

14.November 2019

Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages stellt deutlich mehr Geld für die Berliner Kultur und für den Denkmalschutz als bislang geplant zur Verfügung. Das ist das Ergebnis der sogenannten Bereinigungssitzung vom heutigen Tag.

„Berlin ist Hauptstadt und internationales Aushängeschild Deutschlands. Da ist es folgerichtig, dass Berliner Kultur und Denkmäler auch mit Mitteln des Bundes unterstützt wird“, so der Berliner Haushaltsexperte und Bundestagsabgeordnete Swen Schulz (SPD). „Und ich freue mich sehr, dass es uns auch in diesem Jahr gelungen ist die Bundesförderung noch zu erhöhen.“

Großzügige Unterstützung wird es an besonderer Stelle geben: Ab dem nächsten Jahr wird die Sanierung der Wilhelm-Gedächtnis-Kirche gefördert. Hierfür stehen seitens des Bundes insgesamt 16 Millionen Euro zur Verfügung.

Mehrbedarf für die „Neue Nationalgalerie – Museum des 20. Jahrhunderts“ war ebenfalls Gegenstand der Haushaltsberatungen: Für das Projekt wurde im Jahr 2020 eine Erhöhung um knapp zwei auf etwa zwölf Millionen Euro beschlossen. Darüber hinaus wurde die Bundesregierung ermächtigt für die Folgejahre 62 Millionen Euro zu verplanen. Als Gesamtausgaben des Bundes sind dafür 364 Millionen Euro vorgesehen.

Um 200.000 Euro werden die Planungsmittel für den Archivausbau der Akademie der Künste auf insgesamt 21 Millionen erhöht. Die Stiftung Jüdisches Museum erhält 2020 über 15 Millionen Euro. Hier wurden die Mittel um 180.000 Euro für den Besucherbereich angehoben. In den Folgejahren sind hier bis zu 720.000 Euro mehr vorgesehen.

Mit hohen Beträgen zusätzlich bezuschusst der Bund Investitionen in Berliner Kultureinrichtungen. Davon profitieren das Parkwächterhäuschen im Lietzenseepark mit 245.000 Euro, das Deutsche Chorzentrum Berlin mit 5,9 Millionen Euro, der Friedhofsverband Berlin Stadtmitte mit über 23 Millionen Euro, die Alte Schule in Berlin-Treptow mit über vier Millionen Euro sowie die Kirchen St. Matthäus, St. Laurentius, Stephanus und Immanuel mit etwa einer Millionen Euro 2020 und in den Folgejahren mit über 19 Millionen Euro.

Um sechs Millionen Euro in 2020 stockt der Bund die Unterstützung für Kulturveranstaltungen des Bundes in Berlin GmbH auf. Die Berliner Festspiele, das Haus der Kulturen der Welt sowie die Internationalen Filmfestspiele profitieren davon. In den Folgejahren sind 55 Millionen dafür vorgesehen.

Auch im Rahmen der Erinnerungskultur wurden die Mittel nochmals erhöht. So wurden die Mittel für die Stiftung Aufarbeitung der SED-Diktatur um eine Million Euro erhöht auf knapp sechs Millionen Euro. Die Gedenkstätte Deutscher Widerstand erhält 4,4 Millionen Euro. Hinzu kommt noch eine Erhöhung für das Zeitzeugenbüro auf 380.000 Euro und die Union der Opferverbände kommunistischer Gewaltherrschaft e.V. auf 357.000 Euro. Auch eine Machbarkeitsstudie für ein Zentrum zur Oppositions- und Widerstandsgeschichte der DDR durch die Robert-Havemann-Gesellschaft wird mit 250.000 Euro gefördert. Zudem bezuschusst der Bund die Sanierung einer Baracke des Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit mit 150.000 Euro in 2020 und in den Folgejahren mit einer Million Euro.

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