Fahrradstellplätze: Senat prüft Idee zu Tode

14.Mai 2019

Der Spandauer Bundestagsabgeordnete Swen Schulz (SPD) kritisiert die abwartende Haltung des Senats bei der Einrichtung neuer Fahrradstellplätze am Fernbahnhof Spandau. In einem Antwortschreiben der Senatsverwaltung für Verkehr wurde zwar der große und steigende Bedarf deutlich, doch es werden keine Maßnahmen ergriffen.

„Die vorhandenen Fahrradstellplätze reichen schon seit langem nicht aus“, so Swen Schulz. „Schon vor Jahren habe ich darauf hingewiesen: Radfahrer finden schlichtweg am Bahnhof Spandau keine Abstellmöglichkeit für ihr Fahrrad, wenn sie in die Regional- und S-Bahnen umsteigen wollen. Bisher bin ich bei meinen Anfragen in der Senatsverwaltung immer mit der geplanten Potential- und Standortanalyse vertröstet worden. Nun liegt das Ergebnis vor. Demnach müsste die Anzahl der Fahrradabstellplätze drastisch erhöht werden – von jetzt 578 Plätzen auf 1.900 Plätze. Dennoch ist die Senatsverwaltung nicht in der Lage konkrete Maßnahmen zu benennen. Dabei habe ich den Geländestreifen zwischen den Spandauer Arkaden und dem Bahnhofsgebäude bereits vor drei Jahren für die Installation von Abstellplätzen vorgeschlagen. Vielleicht wird dort eines Tages eine neue Bahntrasse gebaut. Doch darauf sollten wir nicht warten sondern den Platz jetzt nutzen! Selbst wenn diese Möglichkeit nur als Übergangslösung für zehn Jahre genutzt werden würde, wären es doch zehn Jahre in denen sich die angespannte Situation für Fahrradfahrer am Bahnhof entspannen würde – und wer weiß wann jemals konkret eine andere Planung realisiert wird. Schon lange könnte das Angebot für Radfahrer verbessert sein, aber statt zu handeln prüft die Verkehrsverwaltung die Idee zu Tode. Ich fordere den Senat auf endlich aktiv zu werden und gemeinsam mit Bezirk und Bahn eine kurzfristige Lösung zu finden.“

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