Immer mehr Beschwerden im Postbereich

7.Dezember 2018

Die Zahl der schriftlichen Beschwerden über Postdienstleistungen steigt weiter an. Das teilte die Bundesnetzagentur dem Bundestagsabgeordneten Swen Schulz (SPD) mit. Demnach sind bundesweit bis Anfang Dezember bereits über 10.500 Beschwerden eingegangen, während es im ganzen Jahr 2017 noch 6.100 waren. In Berlin waren es in diesem Jahr bislang 1.000 gegenüber 777 im letzten Jahr. Für den Wahlkreis von Swen Schulz Spandau – Charlottenburg Nord verdoppelten sich die Beschwerden nahezu von 33 auf 59. Die Bundesnetzagentur weist gleichwohl darauf hin, dass es trotz der insgesamt steigenden Beschwerdezahlen derzeit keine Hinweise auf Probleme, die vergleichbar mit denjenigen im Oktober 2017 in Berlin wären, gebe.

„Gleichwohl halte ich den Anstieg der Beschwerden für ein Alarmsignal“, so Swen Schulz. „Denn letztlich ist das ja nur die Spitze des Eisbergs: Eine schriftliche Beschwerde bei der Bundesnetzagentur wird doch nur in den seltensten Fällen eingelegt. Die Postdienstleister müssen sich im eigenen Interesse um eine Verbesserung der Zustellqualität kümmern und dafür auch mehr Personal mit ordentlichem Gehalt bei guten Arbeitsbedingungen einstellen. Darüber hinaus müssen wir auch politisch überlegen, wie wir zu Verbesserungen kommen können. Die Bundesnetzagentur hat dazu Vorschläge gemacht, nämlich die verpflichtende Beteiligung an Schlichtungsverfahren und zu Kooperationsmodellen von den Unternehmen, damit die Zustellung verbessert wird. Ich werde das im Deutschen Bundestag ansprechen.“

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