Bund fördert Sanierung der Gedenkkirche Plötzensee

8.November 2018

Auf Initiative des Berliner Bundestagsabgeordneten Swen Schulz (SPD) fördert der Bund die Sanierung der Gedenkkirche Plötzensee mit 225.000 Euro. Das hat der Haushaltsausschuss in seiner heutigen Bereinigungssitzung beschlossen.

„Ich freue mich sehr, dass der Haushaltsausschuss meinem Vorschlag gefolgt ist und die Sanierung der Gedenkkirche Plötzensee unterstützt. Diese Kirche ist gerade in den heutigen Zeiten so wichtig als Gedenkort und Mahnmal. Die notwendige Sanierung der Fassaden sowie des Daches wird rund 450.000 Euro kosten, 225.000 Euro trägt der Bund bei.“

Die Gedenkkirche Plötzensee ist Teil des Evangelischen Gemeindezentrums am Heckerdamm und wurde in den Jahren 1968 bis 1970 für die Bewohner des Neubaugebietes Paul-Hertz-Siedlung erbaut. Der Entwurf stammte von den Architekten Gerd Neumann, Dietmar Grötzebach und Günther Plessow. Das Bauensemble umfasst insgesamt eine Kirche, eine Kindertagesstätte, Gemeinderäume, einen Jugendclub, Wohnungen und Büros. Die Gestaltung des Kirchenraum stellt einen Bezug zu den dem Plötzenseer Gefängnis her. So erinnert die fensterlose Betonkuppel an eine Gefängniszelle. Zudem verweist der von dem österreichischen Bildhauer Alfred Hrdlicka gestaltete „Plötzenseer Totentanz“ auf die Bedrohung der Menschen und Völker durch Gewalt, Macht und Willkür.

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