Post: Immer mehr Beschwerden in Berlin

4.Mai 2018

Die Beschwerden über die Post nehmen offenbar zu. Das ist das Ergebnis einer Anfrage des Bundestagsabgeordneten Swen Schulz (SPD). „Die Situation scheint sich eher zu verschärfen als zu verbessern“, so Schulz. Er fordert verstärkte Kontrolle und Sanktionen, falls sich die Situation nicht bessert.

Nach Angaben der Bundesnetzagentur gab es in Berlin im vergangenen Jahr 777 Beschwerden. Bis April 2018 waren es schon 335. Auf das ganze Jahr hochgerechnet wäre das also eine deutliche Zunahme der Beschwerden. Die Netzagentur mahnte die Deutsche Post AG bereits nachdrücklich. Offensichtlich haben die von dem Unternehmen angekündigten personellen und organisatorischen Maßnahmen bisher keinen Erfolg gezeitigt.

„Auf meine Anfrage bestätigte mir die Bundesregierung, dass ihr die Sicherstellung der postalischen Grundversorgung ein wichtiges Anliegen ist“, so Schulz. „Der Post AG ist eine verstärkte Kontrolle und – bei Fortbestehen der unbefriedigenden Versorgungssituation – erweiterte Sanktionen angekündigt worden. Das befürworte ich ausdrücklich. Die Kunden haben ein Recht auf zügige Postzustellungen und das heißt in der Regel: Lieferung spätestens am zweiten Tag nach Versand! Ich hoffe, dass die Deutsche Post AG ihre Bemühungen ihren Auftrag zu erfüllen deutlich steigert, Bußgelder dürfen eigentlich nur der letzte Ausweg sein.“

Kategorisiert in:

Kommentare sind geschlossen.