Stellenstreichungen verhindern!

8.November 2017

Schulz kritisiert Siemens-Vorstand. „Jamaika“ muss Klarheit schaffen

Die Pläne des Siemens-Konzerns zum Abbau tausender Arbeitsplätze, sowie mögliche Werksschließungen in der Kraftwerkssparte des Unternehmens, kritisiert der Sprecher der Berliner SPD-Bundestagsabgeordneten Swen Schulz scharf.
Erstmals drohen bei dem Technologiekonzert mit seinen Berliner Standorten auch betriebsbedingte Kündigungen. Einen derartigen Stellenabbau hat es in über Jahrzehnte im Unternehmen trotz einer Vielzahl von Umstrukturierungen nicht gegeben.
Ohne Not würde der Siemens-Vorstand mit den öffentlich gewordenen Stellenstreichungen den bewährten Pakt zur Standort- und Beschäftigungssicherung mit den Beschäftigten aufkündigen.

„Massiv Stellen streichen und gleichzeitig Milliarden verdienen, das geht nicht“, so der SPD-Abgeordnete weiter. Damit würde Shareholder Value über die Interessen der Beschäftigten gestellt. „Besonders ärgerlich ist“, so Schulz, „dass die die Situation in der Kraftwerkssparte auch durch Managementfehler und von der Unternehmensleitung getätigte, teure Fehleinkäufen im Ausland mitverursacht wurde.“

„Gefordert ist in dieser Situation aber auch die Politik“, so Schulz weiter. „Die immer noch sondierende, künftige Koalition muss jetzt schnellstmöglich Klarheit über ihre künftige Energiepolitik und die damit verbundenen Absatzmöglichkeiten für Energieerzeugungstechniken schaffen. Wir müssen raus aus der Kohle und gemeinsam mit Unternehmen wie Siemens moderne Wege gehen. Gerade die Berliner Siemens-Standorte sind dazu aufgrund ihrer Nähe zur Wissenschaft prädestiniert.“

Kategorisiert in:

Kommentare sind geschlossen.